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Implantologie

Zahnimplantate: wie sie funktionieren und eingesetzt werden

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan, die in den Kieferknochen eingesetzt wird und auf der später die Krone befestigt wird. Es ist die einzige Lösung, die einen verlorenen Zahn ersetzt, ohne die Nachbarzähne anzutasten.

Dauer des Eingriffs etwa 15 Minuten pro Implantat
Endgültige Krone nach 3 bis 4 Monaten
Betäubung örtlich, schmerzfrei
Verwendete Systeme Hiossen (USA), Bio3 Implants (Deutschland), NucleOSS

Was ein Zahnimplantat ist

Ein Implantat ist eine kleine Titanschraube, die in den Kieferknochen eingesetzt wird und dort die Rolle der verlorenen Zahnwurzel übernimmt. Sobald der Knochen um sie herum gewachsen ist und sie fest umschließt, wird darauf die Krone befestigt, also der sichtbare Teil des Zahns.

Titan wird verwendet, weil der menschliche Knochen es annimmt, ohne es abzustoßen. Dieser Vorgang heißt Osseointegration und dauert etwa drei bis vier Monate.

Welche Systeme verwendet werden

Das Implantatsystem ist kein Detail. Es entscheidet darüber, ob in zehn Jahren noch Ersatzteile verfügbar sind und ob Langzeitstudien existieren, die das System stützen.

In dieser Praxis kommen Hiossen aus den USA, Bio3 Implants aus Deutschland und NucleOSS zum Einsatz, alle mit europäischer Zertifizierung. Sie erfahren vor dem Eingriff, welches System bei Ihnen verwendet wird, und erhalten den Implantatpass dazu.

Der Ablauf, Schritt für Schritt

Untersuchung und Planung. Der Kiefer wird digital vermessen, um zu sehen, wie viel Knochen vorhanden ist und wo genau das Implantat Platz hat. Erst danach entsteht der Plan.

Der Eingriff. Unter örtlicher Betäubung wird das Implantat eingesetzt. Für ein einzelnes Implantat dauert das etwa fünfzehn Minuten. Sie spüren Druck, keinen Schmerz.

Die Einheilung. Drei bis vier Monate wächst der Knochen an das Implantat heran. In dieser Zeit tragen Sie je nach Situation eine provisorische Versorgung.

Die Krone. Nach der Einheilung wird abgeformt, digital vermessen und die endgültige Krone befestigt.

Perfektion entsteht im Detail. Bei einem Implantat ist das wörtlich gemeint: Die Position wird in Millimetern festgelegt, und zwar vor dem Eingriff, nicht währenddessen.

Warum ein Implantat und keine Brücke

Für eine klassische Brücke müssen die beiden Nachbarzähne beschliffen werden, auch wenn sie völlig gesund sind. Das Implantat steht für sich allein und lässt die Nachbarzähne unberührt.

Dazu kommt ein Punkt, den man erst Jahre später sieht: Wo ein Zahn fehlt, bildet sich der Knochen allmählich zurück, weil er nicht mehr belastet wird. Ein Implantat belastet den Knochen weiter und hält ihn damit in Form.

Nach dem Eingriff

In den ersten Tagen gilt: kühlen, nicht heiß essen, nicht rauchen, und die Stelle beim Putzen vorsichtig aussparen. Empfindlichkeit für ein bis zwei Tage ist normal, starke Schmerzen sind es nicht. Wenn etwas nicht stimmt, rufen Sie an, statt abzuwarten.

Auf Kronen und Brücken gibt die Praxis fünf Jahre Garantie.

Wie die Instrumente aufbereitet werden

Jedes Instrument, das Sie berührt, durchläuft vorher einen festen Ablauf. Die einzelnen Schritte stehen unter Hygiene und Aufbereitung in der Praxis, zusammen mit der Erklärung, warum die Klasse des Autoklaven entscheidet.

Fragen und Antworten

Was am häufigsten gefragt wird

Tut das Einsetzen eines Implantats weh?

Nein. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung, Sie spüren Druck, aber keinen Schmerz. In den ein bis zwei Tagen danach kann der Bereich empfindlich sein, was sich mit üblichen Schmerzmitteln gut kontrollieren lässt.

Wie lange hält ein Implantat?

Ein Implantat ist auf lange Sicht angelegt. Entscheidend sind regelmäßige Mundhygiene und Kontrolltermine. Rauchen und bestimmte Allgemeinerkrankungen verkürzen die Lebensdauer am stärksten.

Was ist, wenn nicht genug Knochen vorhanden ist?

Dann wird zuerst der Knochen aufgebaut oder ein Sinuslift durchgeführt, und das Implantat folgt nach der Einheilung. Das wird vorab mit digitaler Diagnostik beurteilt, nicht während des Eingriffs entschieden.

Wie werden die Instrumente für den Eingriff aufbereitet?

Im Autoklaven der Klasse B, der die Luft vor dem Zyklus mit Vorvakuum entfernt und so auch verpackte Instrumente vollständig erreicht. Jedes Set ist einzeln eingeschweißt und trägt einen Farbindikator. Die Implantatteile selbst kommen steril vom Hersteller, in einer Verpackung, die erst im Eingriff geöffnet wird.

Kann das Implantat direkt nach der Zahnentfernung gesetzt werden?

In manchen Fällen ja, wenn Knochen und Zahnfleisch es zulassen. In anderen Fällen warten wir etwa drei Wochen, bis die Stelle verheilt ist. Die Entscheidung fällt nach der Untersuchung.

Ich komme nur für zwei Wochen nach Kosovo. Reicht das?

Für den chirurgischen Teil ja. Die endgültige Krone folgt nach drei bis vier Monaten, also in der Regel bei Ihrem nächsten Aufenthalt. Viele Patientinnen und Patienten aus dem Ausland planen die Behandlung bewusst über zwei Reisen.

Die Erstberatung ist kostenlos

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